Den Narren hält man im allgemeinen für die gefährlichste Tarotkarte, genau aus diesem Grund hat diese Karte “Der Narr” auch keine Zahl.
Den Narren im Tarot hält man für die gefährlichste Tarot-Karte, genau aus diesem Grund hat diese Tarotkarte er auch keine Zahl. Aus der Großen Arkana ist dies die einzige Tarotkarte, welche auch in den modernen Kartenspielen, wie den Skatkarten, als Joker erhalten geblieben ist. Diese Tarotkarte ist etwas ganz Besonderes und passt nicht in die Reihe der anderen Tarotkarten. Auch für den Narren gelten im Tarot keine Regeln. Der Narr kann am Anfang sowie auch am Ende der Großen Arkana erscheinen.
Die Tarotkarte – Der Narr – ist oft als Hofnarr oder Wanderer auf den Tarotkarten gedruckt und soll den Ausdruck von Unbekümmertheit und offenbar unschuldiger Kindheit vermitteln. Der Narr stolziert erhobenen Hauptes umher, es hat fast den Anschein, dass der Narr im nächsten Moment in einen Abgrund stürzt und verschwindet. Auf seiner Schulter trägt er das Bündel seine Erfahrungen, in welchem sich seine schlechten Charakter-Eigenschaften sowie sein oft auch in Form eines Hundes erscheinendes Gewissen befinden. Hierbei handelt es sich um einen bewussten, aber auch zugleich unbewussten Prozess, wo die vorherigen alten Sitten bereits veraltet sind, uns nicht mehr ausreichen und uns nicht dabei weiterhelfen können, auf unserem Weg vorwärts zu kommen. Dieses ewige Sehnen und Streben nach Veränderung könnte als Tollheit und Unüberlegtheit beim Kartenlegen mit Tarotkarten gedeutet werden. Es symbolisiert den Ausdruck eines Anfangst von Vertrauen und der Offenheit des Lebens.
Der Narr in den Tarotkarten bedeutet also, dass Du auf den ersten Blick offensichtlich über besondere Fähigkeiten oder Kenntnisse verfügst, und deine Sehnsucht danach, etwas Neues kennenzulernen, so stark ist, dass du deine Angst überwindest, während das für viele Menschen als naiv und dumm erscheinen mag. Du bist in der Lage, ohne Rücksicht auf das Resultat, ein Risiko einzugehen. In einigen anderen Darstellungen von Tarotkarten beim Kartenlegen scheint der Narr, der in einer zerrissenen Hose herumläuft, hilfebedürftig. Das bedeutet jedoch, dass wir Menschen in unserer Dummheit oft das enthüllen, was verborgen bleiben sollte. Etwas unbekanntes bewegt uns dazu, dass wir – trotz scheinbarer Unsicherheit – unseren Gefühlen gehorchen, auf unser Herz hören, sollten. Wir sind dazu bereit, das Sichere aufzugeben, stützen uns auf die neue Energie und glauben daran, dass ein neues Abenteuer mit einer neuen Erfahrung bzw. Lebenserfahrung einhergeht.
Unsere Leidenschaft und Sehnsucht brennt darauf, dass wir auf unserem Weg vorwärts kommen, und vertreten zugleich die Meinung, dass derjenige, der Angst davor hat, nicht in den Wald gehen soll. Obwohl der Narr im Tarot ein positives Ergebnis vorhersagt und uns dabei hilft, uns zu entfalten, kann unser Leichtsinn und unsere Naivität gleichzeitig für unser eigenes Leben und Schicksal gefährlich werden. Der eine oder andere ist schon in den Abgrund gestürzt, da er weder auf die Erfahrungen der Vergangenheit noch auf sein Gewissen gehört hat.